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Wundervoll anders

Dass es hier anders (ohne Wertung) läuft sollte ich direkt am ersten Tag merken, nachdem ich feststellen musste, dass die Kollegen von der bolivianischen Migration an der Grenze zwischen 12 und 16Uhr Siesta machen, während die Kollegen vom Zoll jedoch durchgehend "geöffnet" haben. Nuja, habs gerade noch so geschafft kurz vor 12 meinen Stempel zu bekommen ... wäre sonst ein langer Tag geworden :)

Immerhin wollten die Beamten keine "Spende" von mir wie es auf Bolivianischen Straßen nicht unüblich zu sein scheint. Aber das sind Details ... Bolivien hat in Sachen Natur und Landschaften wirklich einiges zu bieten wie beispielsweise die Salar de Uyuni. Bis zum Horizont wohin man blickt nichts als Salz. Die Navigation per herkömmlichem GPS gestaltet sich hier etwas schwierig, da es keine Wege gibt und man sich eher wie zur See mittels Himmelsrichtungen orientieren muss. Fahren auf dem Salz ist dafür allerdings um so mehr Spaß ... selbst mit meinem Van konnte man praktisch jede Geschwindigkeit fahren.

Nach Uyuni ging es für mich weiter nach Sucre, der offiziellen Hauptstadt Boliviens (der Regierungssitz ist zwar La Paz, aber tatsächlich ist es Sucre). Die Stadt ist mein persönlicher Favorit in Bolivien und mit Abstand die schönste Stadt von allen, zumindest meine Meinung. Hier blieb ich dann auch gleich mal 3 Wochen, nach eigentlich nur 5 Tage geplant waren. Auch um 2 der 3 Wochen einen Spanischkurs zu machen, was im Vergleich zu Chile oder Argentinien fast 10x günstiger ist und auch da in Bolivien ein recht klares mehr oder weniger akzentfreies Spanisch gesprochen wird und für mich somit wesentlich einfacher zu verstehen ist. Nachdem ich mich endlich aus Sucre losreißen konnte sollte es eigentlich weiter nach Toro Toro gehen, was allerdings aufgrund der Straßenverhältnisse im ersten Anlauf nicht gelang, mich zwei Tage, einen Reifen, neue Stoßdämpfer und Bremsen gekostet hat. Aber es war ein spannendes Abenteuer :) 

Nachdem mein Auto aus der Werkstatt kam und ich meine Reise fortsetzen konnte, erreichte ich wenige Tage später dann doch endlich Toro Toro, wenn auch auf Umwegen (Cochabamba). Von Cochabamba gab es zumindest eine Straße die jedoch ohne 4x4 schon immer noch sehr am Limit aber machbar war. Aber am Ende hat sich all dies dennoch gelohnt, denn der National Park ist wirklich grandios.

Im Anschluss, mit Zwischenstopp in Cochabamba (auch weil ich mein Visum verlängern musste) ging es weiter nach Samaipata. Nuja was sollte ich sagen ohne mich ständig zu Wiederholen (siehe Bild) ... grandios?! :D

 

Da mir leider etwas die Zeit davonrennt und ich ja eigentlich weiter nach Peru bis hoch nach Kolumbien wollte habe ich mich entschieden von Bolivien zurück über Argentinien nach Uruguay zu fahren. Somit kann ich zumindest noch die ganze Salta-Region und Jujuy mitnehmen, den Teil Argentiniens habe ich ja anfangs komplett ausgespart.

 

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Kommentare: 1
  • #1

    ingridreichel@alice-dsl.net (Mittwoch, 07 August 2019 08:29)

    ....atemberaubend....und bald zurück nach HH...große Freude!!